Susanne Baerg – Sonntagsschularbeit auf Haiti



Haiti KarteHauptstadt: Port-au-Prince
Fläche: 27800qkm
Einwohner: ca.10 bis 12 Millionen, ca.395 pro qkm; fast ausschließlich ehemalige afrikanische Sklaven
Sprache: Französisch und Kreolisch
Religion: Katholisch, jedoch stark vermischt mit dem Voodookult (Geisterglaube); rund 25% evangelikal
Klima: tropisch
Wirtschaft: hauptsächlich Landwirtschaft
Arbeitsmarkt: ca. 70-80 % arbeitslos
Probleme: instabile politische Lage, Überbevölkerung, fortschreitende Erosion, Waldbestand unter 5%
Analphabetentum: ca.65%


Bis zur Entdeckung durch Kolumbus im Jahre 1492 war die fruchtbare, tropische Insel mit den Arawakindianern bewohnt. Kolumbus , der auf der Suche nach Gold war, begann mit der Ausbeutung der Insel, in dessen Verlauf die Ureinwohner ausgerottet wurden. Westafrikanische Sklaven mussten unter unmenschlichen Bedingungen die waldrodungen und Plantagenarbeiten weiterführen. Im Jahr 1697 trat Spanien das westliche Drittel der Insel an Frankreich ab. Dieses kleine Land wurde im 18. Jahrhundert die ertragsreichste Kolonie Frankreichs. Die Sklaven waren gegenüber ihren Herren in großer Überzahl. Im August 1791 fingen sie an, sich gegen die brutale Behandlung aufzulehnen. Es kam zu einem jahrelangen Zermürbungskrieg, den die Sklaven gewannen.
Am 1.1.1804 erklärten sie ihre Unabhängigkeit von Frankreich und nannten ihr Land Haiti.


Meine Geschichte

Susanne BaergMeine Eltern kamen aus der Ukraine und der Krim. Sie sind 1948 mit 5 Kindern von Deutschland nach Paraguay in Süd Amerika ausgewandert und siedelten sich in einer mennonitischen Kolonie im Westen des Landes an. Dort wurde ich als 6 Kind der Familie geboren. Zwei weitere Geschwister kamen später noch dazu. Wir lebten hauptsächlich von der Landwirschaft. 1963 verließ die Familie Paraguay aus wirtschaftlichen Gründen und fand in Bielefeld eine Bleibe. Hier machte ich zuerst meinen Mittelschulabschluß und lernte dann als Industriekauffrau. Vier Jahre arbeitete ich in dem Beruf. Danach besuchte ich von 1973 bis 1976 die Bibelschule Brake und schloss gleich noch einen dreimonatigen Lehrgang für Kinderarbeit in der Schweiz an. Den Sommer 1977 verbrachte ich in Belfast, Nordirland. Ich machte ein Praktikum bei der Kinder Evangelisations-bewegung (KEB). Im Oktober 1977 trat ich meinen Dienst bei der KEB in Deutschland an. Bis Dezember 1981 arbeitete ich als Zweigleiterin in der KEB Lippe.


Durch einen Rundbrief von Johannes und Luise Schürer , Missionare auf Haiti, wurde ich sehr klar von Gott angesprochen, in die Mission nach Haiti zu gehen. Im Januar 1982 begann ich meine Kandidatenzeit bei der Deutschen Missionsgemeinschaft (DMG) in Sinsheim. Danach lernte ich die französische Sprache, machte einige Monate Reisedienst und flog am 19.April 1983 zum erstenmal nach Haiti. Im ersten Dienstabschnitt von vier Jahren arbeitete ich in einer Berufsschule für Hauswirtschaftslehrerinnen als Bibellehrer und in der Verwaltung. Nebebher unterrichtete ich die Sonntagsschulklasse der 12-bis 14-jährigen Mädchen in einer großen haitianischen Gemeinde. Dadurch lernte ich das Sonntagsschulmaterial kennen, das von allen M:E:B:S:H: Gemeinden benutzt wurde. Es war sehr mangelhaft. Gott zeigte mir, dass ich da etwas tun sollte. Die Zeit meines ersten Heimataufenthaltes nutzte ich dafür , mich auf diesen Dienst vorzubereiten. Ich belegte Kurse auf der Hochschule für Mission in Korntal und auf der Internationalen Universität in Columbia , U.S.A.


Spendenkonten:

Deutsche Missionsgemeinschaft in Sinsheim
Volksbank Kraichgau Nr. 269204, BLZ 67291900