Vertrauen säen



Zu Vertrauen ist für viele von uns nicht immer einfach. Wir glauben zwar an Gott, aber haben wir auch das nötige Vertrauen, dass ER es ist, der für uns im Leben bereits alles vorbereitet hat? Ist es oft nicht so, dass erst etwas geschehen muss, was unser Vertrauen verdient, bevor wir selber vertrauen können?

Ich pflanzte einmal eine Avocado. Mit viel Liebe säuberte ich den Kern und pflanzte ihn ein. Wie wird sie wohl aus sehen? Wird sie aufgehen und auch kräftig wachsen? Es begann eine Zeit des regelmäßigen Gießens. Nach ein paar Wochen fragte ich mich: “Macht das überhaupt Sinn? Da wächst doch eh nichts.Sollte ich daauf vertrauen, dass es doch noch etwas wird?

Es dauerte fast 6 Monate, bevor ein zierliches Pflänchen hervor kam. Ist es bei anderen Sachen, gerade auch bei geistlichen Dingen, nicht ebenso? Im Vorfeld wissen wir es nicht, ob unser Vertrauen Früchte tragen wird. Alles wird zur einer Frage des Vertrauens. Wie sieht das in deinem Leben aus? Vertraust du darauf, dass Gott in deinem Leben alle krummen Wege wieder zurecht biegt?

Manche von uns haben vielleicht auch die Angst, enttäuscht zu werden. Sie säen erst garnicht. Sie denken, der gesäte Samen wird nicht auf gehen. Aber wenn wir aus lauter Angst, enttäuscht zu werden, erst gar nichts säen, können wir definitiv sicher sein, auch nichts ernten zu können.

Die Angst, enttäuscht zu werden, ist menschlich und hindert uns daran, auch wieder gute und heilende Erfahrungen im Leben machen zu können. Auch wenn du schlechte Erfahrungen in deinem Leben gemacht hast, sei bereit, Vertrauen zu schenken. Wenn wir das nicht machen, mehren wir damit all das, was wir eigentlich nicht wollen: vor allem den Schmerz in uns.

Nimm diesen Gedanken einmal mit in deinem Alltag hinein. Ich möchte dir Mut machen, einmal darauf zu achten, wo du in deinem Alltag überall kleine und auch große Samen des Vertrauens setzen könntest.